Meine Philosophie

Wie viele habe ich mich schon immer gefragt, wie und warum etwas funktioniert oder nicht funktioniert. Wie man ein Phänomen erklären kann. Bei mir geht es bei dieser Fragestellung allerdings weniger um technische Details, sondern mehr um den Menschen und um die Systeme Wirtschaft, Unternehmen, Gruppe, Mensch.

Solange ich mich erinnern kann, habe ich immer versucht, etwas zu verbessern. Es fing an mit kleinen Basteleien in der heimischen Werkstatt und nervigen Fragen in der Banklehre (Deutsche Bank), warum etwas so und nicht anders laufen würde. („Das haben wir schon immer so gemacht, Herr Büttner!“ Ich hatte dann einige Verbesserungsvorschläge eingereicht und sogar prämiert bekommen!)

In der Lehre zum Bankkaufmann begann meine bewusste Persönlichkeitsentwicklung. Hier las ich das erste Buch in der Richtung: „Wie man Freunde gewinnt“ von Dale Carnegie. Diese Buch halte ich nach wie vor für ein Buch, dass man in der Schule lesen und lehren sollte. Wie geht man mit anderen Menschen um? Wie motiviert man sich und wie funktioniert Motivation von anderen?

Nach der Bundeswehr in der Nachschubkompanie begann ich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) in Saarbrücken – das war 1987.X47-Terminplaner, Funktionsmuster, Generation 1

Nach einer so langen Zeit (18 Monate) im geistigen Nichts war ich geradezu übermotiviert und konnte vom Lernen gar nicht genug bekommen. Schnell stellte ich fest, dass Zeit der größte Engpass ist, wenn man viel erreichen möchte. Ich beschäftigte mich mit Zeitmanagement, schrieb mein erstes Buch „Zeitmanagement für Studenten“ und entwickelte das damals für mich optimale Zeitplanungsinstrument, den Vorläufer von X47.

In dieser Zeit studierte ich BWL und gleichzeitig auch die Selbstorganisation für mich selbst. Damals gab es kein Internet, der GABAL-Verlag war gerade erst von Prof. Dr. Hardy Wagner gegründet und Informationen über Selbstorganisation gab es nur in wenigen Büchern und manchmal auch in einigen Artikeln.

Fotos mit Post-It aus dem StudiumIm Studium war die entscheidende Frage, wie man optimal lernt. Optimal in dem Sinne, dass man das Gelernte auch behält und anzuwenden weiß. Schnell kommt dann die Frage hinzu, wie man seine Kraft und Energie optimal einsetzt. Überall gab es Tipps, wie man sich klug verhält, wie man gut lernt, wie man etwas richtig macht. ich habe dann diese vielen Tipps gesammelt, auf kleine Post-Its und mittels Post-Its in meinem kleinen Studentenzimmer. Die ganzen Wände waren voll.

 

5-Ressurcen-Ansatz von 1988Ich hatte damals ein großes Problem: Es gab so viele Tipps, so viele Dinge, die man machen konnte und sollte, ich war hoch motiviert – hatte aber keinen Plan. Mir fehlte das „Große Ganze“, das Konzept, das Ordnungskriterium. Wie kann man die kleinen Ideen und Tipps einordnen?
In dieser Zeit sind die Grundlagen des (7-Ressourcen-Ansatzes) entstanden. Damals waren es noch 5-Ressourcen: Zeit, Geld, Wissen, Vitalität und Kommunikation. Die Idee besteht darin, dass die Ressourcen entwickelt werden können und sich gegenseitig auch substituieren können. Man erkennt hier ganz klar einen mikroökonimschen Ansatz aus der Volkswirtschaftslehre – übertragen auf den Menschen.

Dank einer glücklichen Fügung konnte ich bei Prof. Dr. Bruno Tietz studieren und bei Prof. Scheer arbeiten.

Prof. Dr. Bruno Tietz hat mich sehr beeindruckt und geprägt, weil er seinen Lehrstoff nach dem „entscheidungsorientierten Ansatz“ strukturierte: Daten, Ziele, Instrumente – einen Ansatz den ich später in meiner Zeit als Unternehmensberater und Unternehmer immer wieder genutzt habe und auch zu meinem „ZIDE“-Konzept ausgebaut habe.

TYP-Logo

In dieser Zeit ist auch das Train – Your – Personality – Konzept entstanden. Es gliedert die Personlichkeitsentwicklung in 10 modulare Bausteine: Wahrnehmen, Selbstkontrolle, Kommunikation (Lehren, Verkaufen, Führen), Gesundheit (Fit, gesund, vital), Zeitmanagement, Entscheidung, Informationsaufnahme (Lernen und Lesen), Kreativität (Lösungen finden), Erfolg und Denken. Der Nutzen ergibt sich aus der Struktur, die eine Orientierung und eine priorisierte Persönlichkeitsentwicklung nach dem Modulprinzip ermöglicht. Als Student konzentriert man sich eher auf Lernen und Lesen, später im Beruf kommen dann Entscheiden und Führen hinzu. Ich konnte damit die vielen Tipps und Erkenntnisse eindeutig zuordnen.

Die IDS von Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer war für mich in vielerlei Hinsicht ein Geschenk des Himmels: Ich konnte Geld verdienen, ich habe den Umgang mit dem PC und Grafikprogrammen (im Jahre 1987 war ein 3-86er ein hochmoderner Rechner) gelernt, sehr hilfreich für die spätere Tätigkeit aus Unternehmensberater. Darüber hinaus war das persönliche Klima in der Firma geprägt von studentisch akademischer Offenheit und Freundlichkeit. Die von Prof. Scheer entwickelte Software ARIS-Toolset hat mich begeistert und mir den Einstieg in die Welt der Unternehmensberater erleichtert. Interessanterweise sind die Denkstrukturen der „Ereignisorientierten Prozesskette“ mit denen des „entscheidungsorientierten Ansatzes“ verwandt.

Ich schreibe Ihnen dieses, damit Sie wissen, wo ich herkomme, wie ich denke und was Sie erwarten können. Mir geht es um das „Gewusst wie“, die Optimierung von persönlichen Prozessen/Abläufen und um Konzepte, die harmonisch funktionieren.

Die in diesem Blog veröffentlichen Erkenntnisse – vielleicht auch manchmal banal – sind für mich ein Hobby geworden. Ich sammle Erkenntnisse, schriftlich. Was sammeln Sie? Eine Anleitung zum glücklicher sein. #0013

Ich schreibe diesen Blog für alle (jungen) Menschen, die in die Berufswelt eintreten und versuchen, sich in der Welt zu Recht zu finden. Es geht um planvolle Persönlichkeitsentwicklung, um Klarheit im Denken.

Vielleicht haben sie Spaß daran – ich würde mich freuen.