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Rituale und Gewohnheiten am Morgen – 17 Dinge, die morgens sinnvoll sind #0071

Wie läuft Ihr Morgen ab? Wie sieht Ihre morgendliche Routine aus? Sind Sie ein Morgenmuffel? Sind Ihre morgendlichen Gewohnheiten „optimal“. Hier ein paar Gedanken zum Start in den Tag.

0071 MorgenritualeStellen Sie den Wecker dreimal aus, bevor Sie aufstehen? Nehmen Sie sich morgens Zeit, trinken in Ruhe eine Tasse Tee oder Kaffee, frühstücken Sie in Ruhe, lesen Sie Zeitung – oder hetzen Sie ins Badezimmer und dann direkt zur Bahn?

Zeitwahrnehmung ist relativ. Morgens ist Zeit besonders wertvoll, abends sind wir großzüger mit der Zeit. Ist es bei Ihnen auch so? Morgens zählt jede Sekunde – abends hängen wir stundenlang vor dem Fernseher ab.

Wie sieht mein Morgenritual aus? Vorab – ich bin noch nicht zufrieden damit. Ich stelle mir keinen Wecker – ich gehe rechtzeitig ins Bett, ich weiß, dass ich üblicherweise 6,5 bis 7 Stunden Schlaf brauche, stelle mir vor, wie ich wieder um 5:00 oder 5:30 Uhr aufwache. Dann stehe ich auf, trotte in die Küche, schalte die Espressomaschine an und werde langsam wach. Ich trinke ein großes Glas Wasser – im Winter ist es warm, dann meinen ersten Espresso, dann den zweiten und dann beginnt mein Mini-Sportprogramm: Entweder, ich fahre 10 Minuten Fahrrad, dann Liegestütze und dann etwas Dehnung oder ich laufe vor meiner Tür im Wäldchen 20 Minuten. Dann duschen. Dann kommt meine Reflektionszeit: Ich setze mich an den Küchentisch, nehme meinen Kalender und trage die wichtigsten Ereignisse des Vortags in meinen Monatsplaner, führe meine Statistik und nehme mir meine drei wichtigsten Punkte des Tages vor. Ich gehe meine Mind-Papers durch und notiere mit ggf. Gedanken.

Dann checke ich die noch nicht gelesenen Emails, die auf meinem iPhone gespiegelt sind– aber bearbeite diese nicht! Ich will nur checken, ob eine Brandbombe dabei ist. Dann esse ich einen kleinen Teller Müsli und ab geht die Post ins Büro.

Der Morgen ist für mich die entscheidende Zeit des Tages. Hier programmiert man sich, hier kann man selbst gestalten, wie der Tag wird. Ich gehe also morgens schon immer meinen Tag durch – drehe mir den Film meines Tages – natürlich mit Happy End. Mit Hilfe der Mind-Papers gehe ich auch immer wieder die Schlüsselsätze meiner Einstellungen durch – mehr dazu im Buch THINK! (erscheint im Herbst 2014).

Ich habe mich auch dazu entschlossen, morgens Sport zu treiben – weil ich morgens noch Kraft habe (nach meinen Espressos und einer Aufwachphase). Abends bin ich dazu nicht mehr in der Lage. Dann komme ich nach Hause und kann mich nicht mehr aufraffen. Meist nicht mehr.

Entscheidend für den Morgen ist der Abend davor. Wenn ich zu spät ins Bett gehe, dann morgens nicht rechtzeitig aufwache und der Zeit hinterher laufe, dann stolpere ich in den Tag hinein und reagiere nur noch, anstatt zu aggieren. Das gefällt mir gar nicht. Wichtig ist auch, dass man gut schläft. Hier die Checkliste für den optimalen Schlaf dazu.

Hier ist eine Liste, was man morgens sinnvoll tun könnte:

  1. sich recken und dehnen, wie eine Katze
  2. ein Glas lauwarmes Wasser trinken
  3. die Zähne achtsam putzen
  4. Zunge schaben und Öl ziehen (ayurvedische Gesundheitslehre)
  5. „richtig“ frühstücken
  6. Essen für den Tag vorbereiten
  7. „richtig“ duschen (kurz, kalt, bewusst, …)
  8. letzten Tag Revue passieren lassen – Notizen dazu machen
  9. die drei wichtigsten Aufgaben des Tages notieren
  10. Ideen der Nacht notieren
  11. Gewohnheitsänderungen visualisieren
  12. Film des Tages im Kopf drehen
  13. leicht Sport treiben – Fahrrad fahren, joggen, Seil springen
  14. Yoga
  15. kleine Kraftübungen: Liegestütze, Bauchmuskelübungen
  16. mit seinem Partner / seinen Kindern reden
  17. Ordnung schaffen

Wie sieht Ihr Morgen aus? Was ist Ihnen morgens wichtig – bitte ergänzen Sie meine Liste!

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Bitte bewerten Sie den Beitrag – nur so kann ich erkennen, ob ich in dieser Richtung mehr schreiben soll. Finde viele Leser einen Beitrag interessant, dann schreibe ich mehr darüber.

Und Fragen sind natürlich auch erlaubt! Sogar gewünscht!

 

6 Kommentare

  1. Ich liebe deine Morgenritual-Liste! :-) als jemand, der Reiehnfolge macht, würde ich Kraftübungen vor die Dusche setzen – und ich weiß, dass Kinder einem so eine Liste richtig gut durcheinander bringen können, aber auch dafür lieben wir sie :-)

    zu meinem Morgenritual gehört noch die eine oder andere Affirmation oder auch eine AffOrmation.
    Gruß, Nadja

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  2. Mein Morgenritual beginnt um 5:40 mit dem Wecker. 5 Minuten später stehe ich auf und koche einen Tee und mache mein Frühstück. Während des Frühstücks lese ich ein Buch und um 6:30 geht es ins Bad, anziehen, Tasche packen. Um 7 sitze ich auf dem Rad zur Arbeit.

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  3. Ich liebe den Morgen und ich liebe es, für alles, das mir wichtig ist, am Morgen Zeit zu haben, nicht hetzen zu müssen. Das gelingt mir auch. Danke für diesen Blog und diese Liste – beides inspiriert mich, noch mehr Struktur und Klarheit in meine Morgen zu bringen.
    Und doch etwas Bewegung auch? ;-)
    Liebe Grüße,
    Irmgard

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  4. Hallo,
    Ich finde Morgenrituale ganz toll! Freut mich zu wissen, das auch andere Rituale haben und an ihre Effizienz glauben.
    Ich stehe um 6 Uhr auf dann gehe ich ins Bad. Danach trinke ich mein Glas Wasser und schaue mir meine Notizen, die ich am Abend mache, an. Anschließend gehe ich Fahrrad fahren und visualisiere meinen Tag. Nach dem Fahrradfahren frühstücke ich.
    Oft fällt es mir sehr schwer den Tag so zu gestalten wie ich es mir aufgeschrieben habe. Wie ist Eure Erfahrung mit dem Schweinehund?
    Viele Grüße
    Lisa

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  5. Ich bin leider eine unverbesserliche Nachteule, daher ist jeder Versuch dauerhaft vor 7:00 aufzustehen für mich sinnlos. Mein Morgenritual habe ich dann allerdings auch – aufstehen, Kaffee und Marmeladebrot machen und erst mal aufwachen und den Kater kraulen. Wenn ich dann wacher bin meine Termine und E-Mails checken und seit neuestem meine MindPapers durchgehen/packen.
    Ich finde ein Morgenritual unglaublich wichtig, ohne käme ich gar nicht in Gang.

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  6. Andreas Subert

    05/01/2018 @ 10:38

    Danke für die Liste. Ich nenne noch einen wichtigen Punkt von mir. Spontan sein. Was es bedeutet, kann jeder für sich selbst herausfinden. Für mich bedeutet es, sich in keine selbstgestellten Muster zwingen zu müssen. (Gegenteils-Prinzip) Gleiche Verhaltensweisen, erzeugen gleiche automatische Muster der Wahrnehmung.

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